Früher war Karten legen etwas, was im heimlichen gemacht wurde. Es gab Menschen die Kartenlegen konnte und ihre Dienste angeboten haben, aber meistens auf Jahrmärkten in einem Wohnwagen oder einem Zelt. In erster Linie waren es Frauen die Karten gelegt haben und die meistens verkleidet waren. Niemand wollte erkannt werden, weder die Kartenlegerinnen, noch die Ratsuchenden. Deshalb Kartenlegerinnen ihre Unterkunft nie mitten auf dem Jahrmarkt aufgestellt, sonder etwas abseits, so dass die Ratsuchenden heimlich, ohne gesehen zu werden, hineinschlüpfen konnten. Meistens haben die Menschen sich aber einen Spaß daraus gemacht eine Kartenlegerin aufzusuchen. An das was über ihre Zukunft vorausgesagt wurde haben sie meistens nicht wirklich geglaubt.
Heute sieht das anders aus. Die Kartenleger sind stolz auf ihre Fähigkeiten und bieten ihre Dienste öffentlich, in allen Medien an. Auf Jahrmärkten sind sie heute eher selten zu finden. Menschen die sich die Karten legen lassen, machen das auch nicht mehr heimlich. Meistens erzählen sie zumindest ihren Freundinnen davon. Der Beruf hat sich mittlerweile gesellschaftlich etabliert und wird auch von den meisten Menschen akzeptiert. Die Menschen die heute einen Kartenleger aufsuchen glauben und vertrauen den Karten bzw. den Kartenlegern.
Es gibt Kartenleger die sich ihren Dienst bezahlen lassen und sich praktisch damit ihren Lebensunterhalt verdienen, andere hingegen üben diese Tätigkeit unentgeltlich aus. Alle haben eines gemeinsam, sie wollen den Menschen die zu ihnen kommen helfen. Sie verfügen über Feingefühl, Einfühlungsvermögen und sind sich ihrer großen Verantwortung bewusst. Menschen die Suizidgefährdet sind oder unter chronischen Depressionen leiden können bei einem Kartenleger keine Hilfe finden